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UN-Sonderberichterstatter für Folter Prof. Nils Melzer

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Der Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrates (HRC) über Folter hat während des 43. HRC bekannt gegeben, dass Cyber-Technologie nicht nur für Internet und 5G verwendet wird. Es wird auch verwendet, um Personen aus der Ferne anzusprechen - durch Einschüchterung, Belästigung und öffentliche Schande. 

Am 28. Februar in Genf hat Professor Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter für Folter und andere grausame unmenschliche erniedrigende Behandlung und Bestrafung, offiziell bestätigt, dass Cyber-Folter existiert, und es laufen derzeit Untersuchungen, wie sie legal bekämpft werden können.

Elektromagnetische Strahlung, Radar und Überwachungstechnologie werden verwendet, um Geräusche und Gedanken in das Gehirn von Menschen zu übertragen. Die Vereinten Nationen begannen ihre Ermittlungen, nachdem sie Tausende von Zeugenaussagen von sogenannten „Targeted Individuals“ (TIs) erhalten hatten.

Professor Nils Melzer ist Experte für internationales Recht und seit 2016 Vorsitzender der Menschenrechtsabteilung der Genfer Akademie für humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte. Sein Team hat Beweise dafür gefunden, dass Cyber-Technologie verwendet wird, um schwere geistige und körperliche Leiden zu verursachen.

"Die Richter sind der Meinung, dass körperliche Folter schwerwiegender ist als grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung", sagte er am 21. Februar gegenüber dem Guardian. "Folter ist einfach die absichtliche Instrumentalisierung von Schmerz und Leiden." Diese psychologischen Foltermethoden werden oft angewendet, um „das Folterverbot zu umgehen, weil sie keine sichtbaren Spuren hinterlassen“.

Cyberpsychologische Systeme wie das kognitive Radio werden verwendet, um die Wahrnehmung und das Gedächtnis des Menschen zu unterbrechen. Sie können auch verwendet werden, um Menschen auszuspionieren, die gegen die persönliche Integrität verstoßen, was zu Korruption und Sklaverei in der Gesellschaft führen kann. Cyber-Folter wird auch als berührungslose Folter oder Schnittstelle zwischen Gehirn und Maschine bezeichnet.

Eine Möglichkeit, mit dieser Situation umzugehen, besteht darin, neue Technologien zu regulieren und KI-Kontrollmechanismen durch unabhängige und unparteiische Ermittler einzusetzen. Die gesammelten Beweise könnten dann verwendet werden, um Kriminelle in Zukunft einfacher und schneller zu verurteilen.

Professor Meltzer und sein Team sind derzeit dabei, einen internationalen Rechtsrahmen für Cyber-Technologien zu schaffen, der Folter verursachen kann, die zuvor schwer zu beweisen war. In Zukunft könnte es notwendig sein, eine Polizei für Hochfrequenzspektren einzurichten, um die Menschheit vor Cyberterrorismus zu schützen. Nils Meltzer hat mitgeteilt, dass der HRC in Zukunft mehrere Berichte zu diesem Thema veröffentlichen wird.

Nils Melzer:

"Vor unseren Augen kreiert sich ein mörderisches System"

Nils Melzer:

"Weltweite Erosion der Menschenrechte"

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Nils Melzer:

„Das Wesen der Folter besteht grundsätzlich darin, den Verstand eines Menschen zu brechen.“

Nils Melzer:
"Es braucht nur einen Polizeichef, der mal richtig aufräumen will"

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43. SITZUNG MENSCHENRECHTSRAT
Bericht des Sonderberichterstatters über Folter


Die Vereinten Nationen begannen ihre Ermittlungen, nachdem sie Tausende von Zeugenaussagen von sogenannten „Targeted Individuals“ (TIs) erhalten hatten. Dies ist ihr Bericht dazu: