Zuerst verlor Herr J. seinen Führerschein. Einige Monate später hingen an mehreren Bäumen seines Heimatdorfes Zettel, die ihn persönlich beleidigten. Auch in der Ehe begann es zu kriseln, da im Dorf das Gerücht kursierte, dass er seine Frau betrügen würde. Herr J. hatte außerdem wiederholt Ärger auf seiner Arbeitsstelle. Als er dann auch noch für ihn völlig unerklärlich wegen Diebstahls verhaftet und verurteilt wurde, war er am Ende seiner Kräfte. Herr J. ahnte nicht, dass hinter all dem der Geheimdienst steckte. Zersetzung nannte das Ministerium für Staatssicherheit in der DDR diese Form der "geräuschlosen" Ausschaltung derjenigen, die sich gegen das SED-Regime engagierten.

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ZERSETZUNG

Das Ministerium für Staatssicherheit nutzte die Zersetzung vor allem als psychologisches Unterdrückungs- und Verfolgungsinstrument ein. Es nutzte die an der Juristischen Hochschule der Staatssicherheit (JHS) gewonnenen Erkenntnisse der „Operativen Psychologie“ gezielt, um das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Opfer zu untergraben. Diese sollten verwirrt oder verängstigt, permanenten Enttäuschungen ausgesetzt und durch Störung der Beziehungen zu anderen Menschen sozial entwurzelt werden.

 

Auf diese Weise sollten Lebenskrisen hervorgerufen werden, die politische Gegner verunsichern und psychisch belasten sollten, sodass dem Opfer die Zeit und Energie für staatsfeindliche Aktivitäten genommen wurde. Solche Lebenskrisen herbeizuführen, konnte nur gelingen, da Nachbarn, Arbeitskollegen, Vorgesetzte, Freunde, Eltern, Polizisten, Richter etc. auf Anweisung der Mfs mitspielten.

 

Dafür habe das Regime keinen noch so großen Personalaufwand gescheut, den die Infiltration des Privatlebens bedeutete: das Auskundschaften von "persönlichen Schwächen", das In-die-Welt-Setzen von "ehrabschneidenden und kompromittierenden Falschinformationen aus anonymer Quelle" bis zu nächtlichen Eingriffen in der Wohnung, in denen zum Beispiel alle Bilder umgehängt wurden.

 

Die Folge dieser langsamen Verunsicherung sei oft gewesen, dass die Betroffenen sich zunehmend für "verrückt" hielten, und ihre Umwelt das Gleiche dachte. Das MfS als Drahtzieher der Maßnahmen sollte hierbei nicht erkennbar sein. Der selbst betroffene Schriftsteller Jürgen Fuchs sprach deshalb auch von „psychosozialen Verbrechen“ und einem „Angriff auf die Seele des Menschen“.

Hand

Richtlinie zur Zersetzung1/76 der Mfs :

... eine systematische Verschlechterung von Ruf, Image und Prestige in einer Datenbank einerseits wahr, überprüfbar und erniedrigend, andererseits falsch, plausibel, unwiderlegbar und immer erniedrigend; eine systematische Organisation sozialer und beruflicher Versäumnisse bei der Zerstörung des Selbstvertrauens des Einzelnen; [...] Anregung von Zweifeln in Bezug auf Zukunftsperspektiven; Stimulierung von Misstrauen oder gegenseitigem Misstrauen unter Gruppen [...]; die Einführung räumlicher und zeitlicher Hindernisse, die die wechselseitigen Beziehungen einer Gruppe unmöglich machen oder zumindest erschweren,z. B. durch [...] die Zuweisung entfernter Arbeitsplätze. —Richtlinie Nr. 1/76 vom Januar 1976 über die Entwicklung von "operationellen Verfahren".

Auge

 

Wenngleich sich bereits für die späten 1950er Jahre Methoden der Zersetzung nachweisen lassen, wurde die Zersetzung als Methode erst Mitte der 1970er Jahre wissenschaftlich definiert und vornehmlich in den 1970er und 1980er Jahren systematisch angewendet. Die Zahl der betroffenen Personen kann nur schwer ermittelt werden, da die Quellenlage wegen bewusster Verschleierung oft lückenhaft ist, die angewendeten Methoden jedoch vielfältig und die beteiligten Abteilungen zahlreich waren. Insgesamt dürften eine vier- bis fünfstellige Zahl an Personen in Gruppen sowie eine dreistellige Zahl an Einzelpersonen mit Zersetzungsmaßnahmen belegt worden sein. Andere Quellen gehen von etwa 5000 von der Zersetzung betroffenen und „nachhaltig geschädigten“ Personen aus.

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Angriff von allen Seiten

und die innere Komponente

 

Gemäß einem Grundsatz der Stasi-Zersetzungsmethoden soll der Angriff auf das Opfer von mehreren Seiten gleichzeitig erfolgen. Räumlich / örtlich betrachtet sowie auch in unterschiedlichen Bereichen: Familie, Beruf, Gesundheit usw.  

Über Zersetzung und psychische Folter schreibt ein früheres Stasi-Opfer: „Kennzeichnend für die Handschrift des MfS ist auch, dass quasi ein Generalangriff von allen Seiten her gegen das Opfer gestartet wird, der zunächst einmal auf das gesamte soziale Umfeld des Opfers gerichtet ist.“

Hierzu gehörten u.a. die Opfer „zu diskreditieren und zu isolieren“, des Weiteren wird in ihre Wohnungen eingebrochen, sie permanent überwacht und abgehört sowie Straftaten vorgetäuscht, die man den Opfern in die Schuhe schiebt.

Das ehemalige Stasi-Opfer Dr. Weiße führt dazu aus: „Neben dieser äußeren Komponente hat diese Zersetzungsmaßnahme aber auch noch eine innere Komponente, die zwar bei all den Widerwärtigkeiten auf den ersten Blick nicht ins Auge fällt, die aber nicht minder subtil geplant ist. Stellt man sich einmal vor, das Opfer hätte von all diesen Maßnahmen - durch sorgfältige Analyse oder auf andere Weise – Kenntnis erlangt und hätte dies einem Freund anvertraut. Jedem unvoreingenommenen Zuhörer hätte sich der Eindruck aufgedrängt, dass hier jemand unter Verfolgungsvorstellungen leide.“ Genau dieser Eindruck soll mit solch üblen Stasi-Methoden auch bei den Opfern nach der Wende in ganz Deutschland erreicht werden! Dies ist ein wichtiger Aspekt heimtückischer Stasi-Fallen, die auch noch heute pervers-kriminell funktionieren.

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Partner des operativen Zusammenwirkens

 

Die Stasi war bei ihren Aktivitäten von einem Netz von Unterstützern, sog. "Partnern des operativen Zusammenwirkens" umgeben. "Die Akten der Stasi zeigen heute, dass sich diese Geheimpolizei bei allen Schwerpunkten und in allen Phasen ihrer Arbeit auf ein Netz von Partnern stützte... Über diese Partner kam die Stasi sehr schnell an alle möglichen Informationen aus dem gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Bereich. Es waren Informationen, die von der Stasi genutzt wurden, um Maßnahmen gegen Verdächtige einleiten zu können... Die Partner schritten mitunter selbst ein und nahmen auch aktiv an operativen Aktionen der Stasi teil. Diese Aktionen nannten die Stasi verdeckte 'operative Kombination'. ...Informationen waren wichtig und unter Umständen entscheidend; die Stasi wollte jedoch weit mehr, als nur umfassend unterrichtet sein. Sie wollte wirksam kontrollieren, jederzeit eingreifen können und im entsprechenden Fall wirksam unterdrücken, ihre Gegner ausschalten. ...Wie ein Krake, der sein Opfer von allen Seiten umschlingt, trachtete die Stasi danach, neben Partnern in den Betrieben und Institutionen, im Staatsapparat und an den Hochschulen und Schulen auch feste „Ansprechpartner” in den Wohngebieten zu haben."

 

Vortäuschung von Straftaten

 

In einem Vortrag über "Die Prinzipien des Unrechtsstaats" berichtete 2009 ein Vorstand des «Stasi»-Museums Berlin

"Um für Jahre hinter Zuchthausmauern zu verschwinden, musste man kein Oppositioneller sein, und man musste auch nichts angestellt haben. Passende Straftatbestände wie beispielsweise Brandstiftung zu erfinden und hieb- und stichfeste Beweise zu konstruieren, darauf verstand sich die «Stasi» ebenfalls bestens. Manchem Verurteilten fällt diese Praxis bis heute auf den Kopf, und zwar dann, wenn er wegen einer erdrückenden erlogenen Beweislast seine Unschuld beweisen muss."

 

Diese Stasi-Methode wurde nach der Wende sogar noch perfektioniert. Da bis zur Verurteilung die Unschuldsvermutung für den Verdächtigen gilt, täuscht man jetzt Allgemeingefährlichkeit mit frei erfundenen "Taten" vor, um den Unschuldigen möglichst schnell und ohne Beweise in einer Psychiatrie verschwinden zu lassen.

 

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Verwirrende Wohnungseinbrüche

 

In der Zersetzungs-Richtlinie wird, wie oben dargestellt, aufgefordert, die Zersetzungsmaßnahmen schöpferisch und differenziert anzuwenden, auszubauen, zu kombinieren und weiterzuentwickeln. Hierzu perfide Beispiele, wie solche Maßnahmen "kreativ" verändert wurden und werden

 

seltsame Wohnungseinbrüche:

So berichtet Pingel-Schliemann (2002) über nächtliche "Eingriffe in der Wohnung von Opfern, in denen zum Beispiel alle Bilder umgehängt wurden. Die Folge dieser langsamen Verunsicherung sei oft gewesen, dass die Betroffenen sich zunehmend für 'verrückt' hielten, und ihre Umwelt das Gleiche dachte".

Einbrüche von Stasi-Leuten ohne Einbruchsspuren an Schlössern und Türen zu hinterlassen: "Mitarbeiter des MfS brachen, mit Zweitschlüsseln ausgerüstet, in eine Wohnung ein, dort stahlen sie nur die einfarbigen Handtücher. Beim zweiten Mal stahlen sie nur die bunte Bettwäsche. Und

so weiter, und so weiter. Wer mit solchen Zersetzungsmaßnahmen 'bearbeitet' wurde, war nicht nur irritiert, sondern hier begann ein

Prozess der Realitätsdiffusion...". Und genau das wollte die Stasi

damit erreichen sowie das Befremden und evtl. die Entfremdung

von Angehörigen und Freunden, wenn die Opfer über diese

Einbrüche berichteten. "Die neue Strategie hieß 'Zersetzen',

es wurde gemobbt und fertig gemacht. Bei eine Ärztin, die auf

Ausreise spekulierte, wurde konspirativ eingebrochen und

dabei gezielt Spuren hinterlassen, etwa am Fernseher und

bei Gewürzgläser. Gleichzeitig brachte man Gerüchte über

ärztliche Fehler ihrerseits in Umlauf. Die Zersetzung war

erfolgreich, die Ärztin wurde in den Suizid getrieben…".

 

Zahlreiche Varianten dieser Einbrüche auch am Tage - mit

und ohne Entfernung von Dingen - (Wertsachen und Geld

werden liegen gelassen, aber ein Geburtstagsgeschenk der

Enkelin im Wert von zwei Euro verschwindet) berichten

nahezu alle Opfer. Geht eine alleinstehende Frau einkaufen

und kommt nach einer Stunde zurück, ist plötzlich die Milch

aus dem Kühlschrank verschwunden oder die Fernsehprogramme

wurden umprogrammiert... Ein Opfer sagte mir: "Die Verbrecher

sind öfters in meiner Wohnung als ich". Schildern die Opfer ihren Angehörigen, Freunden oder der Polizei solche merkwürdigen Einbrüche, bekommen sie als Antwort meist derartiges zu hören: "Jaja, die Einbrecher kommen zu dir und nehmen nur Milch aus dem Kühlschrank mit, sowas macht doch keiner. Pass bloß auf, dass du nicht durchdrehst!"

 

Im preisgekrönten Dokumentarfilm The Burning Wall - Aufstieg und Untergang der DDR kommen u.a. der Schriftsteller Jürgen Fuchs und die Liedermacherin Bettina Wegner zu Wort. Sie berichten über Zersetzungsmaßnahmen der Stasi gegen sie und andere Dissidenten. Mehrere Ex-Stasi-Mitarbeiter bestätigen in diesem Dokumentarfilm, dass es heimtückische Zersetzungspläne und entsprechende Maßnahmen gegen kritische DDR-Bürger gegeben hat. Fuchs erklärt, wie er im Stasi-Gefängnis heimlich mit Röntgenstrahlung bestrahlt wurde. Er starb mit 49 Jahren an einem seltenen Blutkrebs. Frau Wegner stellt dar, wie man sie unschädlich machen wollte, indem die Stasi sie abhörte und bespitzelte. Als sie dies bemerkte und zur Sprache brachte, verbreitete die Stasi, dass das Opfer einen Verfolgungswahn habe.

 

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...als Mittel zur Zerstörung


"...haftet der Psychiatrie der Geruch an, seit jeher ein willfähriges Instrument in den Diensten der Mächtigen gewesen zu sein"

"Die Psychiatrie in der DDR ist jahrelang vom Ministerium für Staatssicherheit missbraucht worden: Regimegegner wurden von der Stasi in Nervenkliniken eingeliefert, um sie daran zu hindern, ihre oppositionelle Arbeit fortzusetzen. Das bestätigte jetzt der Ausschuss zur Untersuchung von Amtsmissbrauch und Korruption. Anhand von Briefen, Krankenakten und Zeugenaussagen konnte nachgewiesen werden, dass von der Stasi, aber auch von einigen Chefärzten von Kur- und Seniorenheimen unliebsame Personen ohne ärztlich vertretbare Gründe in die Psychiatrie eingewiesen wurden."

Zersetzung in DDR und Deutschland mit Unterstützung der Psychiatrie: "...die DDR missbrauchte sämtliche Erkenntnisse aus Psychologie und Psychiatrie. ‘Während diese Theorien ursprünglich zum Wohle des Menschen angelegt sind, um die Entwicklung der Persönlichkeit voranzubringen, hat die Stasi das Ganze ins Gegenteil verkehrt', sagt der Psychologe Stefan Trobisch-Lütge" 2009.

Psychatrisierung

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"In dem Buch 'Zersetzung der Seele' berichten Psychiater, Psychologen und Historiker über ihre Erfahrungen mit politisch gewollten Verstörungen von einzelnen Menschen und deren Beziehungen... Die Anwendung psychologischen Wissens geschah nicht nur durch entsprechend geschulter Mitarbeiter des MfS, sondern auch durch zur Mitarbeit angeworbene Psychologen, Psychiater und Therapeuten (informelle Mitarbeiter) und durch MfS-Psychologen... 'Zersetzungsaktivitäten' - per 'umgestülptem' psychologischem und psychiatrischem Wissen. Das heißt, jenes Wissen, das normalerweise zur Heilung von Erkrankungen genutzt worden war und wird, wurde zum Herbeiführen krankhafter Zustände bei Menschen eingesetzt".

Der Fall des Dr. Munzert von 2002 zeigt wie der deutsche Staat perfektionierte Zersetzungsmethoden in der aktuellen Zeit an der Zivilbevölkerung anwendet

Der Wissenschaftler Dr. Reinhard Munzert Lehrbeauftragter an der technischen Fakultät Erlangen ist Gründer der „Interessengemeinschaft der Opfer von Mikrowellen-Waffen“ und zudem selbst betroffen. Seine fundierten Ausführungen zum Thema Mikrowellenwaffen und deren Einsatz an der Zivilbevölkerung sind bei Experten und anderen Organisationen geschätzt. Er klärt auf unterstützt Betroffene von Cyber-Folter unter anderen durch Veröffentlichungen auf seiner Homepage "www.mikrowellenterror.de.

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Er nahm an Kongressen teil um die Öffentlichkeit auf die Gefahren von Strahlenwaffen aufmerksam zu machen. Bis zu dem Zeitpunkt als man als man ihn gegen seinen Willen in die geschlossene Abteilung der Erlanger Psychiatrie eingeliefert, wo er Zwangsmedikamentiert wurde. Und das einfach nur um zu verhindern, dass er an einem Kongress für Mikrowellen-Waffen in den USA teilnimmt. 

Zersetzung und Existenzvernichtung auf neuestem Stand der Technik - Bestrahlung von Gegnern

 

Stasi-Chef Mielke hatte in seiner Richtlinie 1/76 erklärt, dass Zersetzungsmaßnahmen auch mit anderen operativen Vorgängen verbunden und zum Abschluss gebracht werden können. Vielleicht hatte er dabei auch folgendes im Sinn und bereits früher angeordnet: "1977 und 1979 hatte die Stasi prominente Häftlinge wie den Schriftsteller und Psychologen Jürgen Fuchs, den Sänger

Gerulf Pannach oder den Philosophen

Rudolf Bahro in den Westen ziehen

lassen (oder schieben) müssen. Sie

starben später an Krebs.

Jürgen Fuchs hatte in seinem Roman

Magdalena und auch in Interviews

darüber berichtet, wie er bei

sogenannten Fototerminen lange auf

einem Hocker sitzen musste, ohne

fotografiert zu werden. Aber ein

seltsames Brummen war zu hören.

Danach, wieder in der Zelle, fühlte

er sich hundeelend. Die Symptome erinnerten stark an einen Strahlenkater. Anfang 1990 fanden Bürgerrechtler in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt tatsächlich noch ein Gerät zur Emission radioaktiver Strahlen, das dann schnell verschwand (siehe SPIEGEL Nr. 20/1999). Vielleicht werden wir die ganze Wahrheit nie erfahren. Dr. Knabe erklärt dazu, "dass skrupellose Geheimdienste bis in die jüngste Zeit Gegner mit radioaktivem Material aus dem Weg geräumt haben"

Heute weiß man: "Zu den besonders verwerflichen Maßnahmen der Stasi gehörten...der Einsatz von 'radioaktiven Substanzen', von Röntgenstrahlen sowie von Giften (TOXDAT-Studie) zur Bekämpfung von vermeintlichen Feinden der DDR. Der Ersteller der Geheimstudie TOXDAT, ein Stasi-Offizier, erklärte später: "Uns war klar, dass diese Forschungsarbeit als Anleitung zum perfekten Mord benutzt werden konnte". Hinzu kamen die bewusste Inkaufnahme und das Herbeiführen von Selbstmorden während der Zersetzungsmaßnahmen und darüber hinaus kriminelle Maßnahmen wie Erpressung, Entführung und Mord".

 

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TEUFLISCHSTE STASI-WAFFE: 
Mikrowellen zur DDR-Grenzüberwachung

 

 

 

Möglicherweise wollte die DDR wieder einmal von der Sowjetunion lernen und forschte massiv an der Anwendung von Mikrowellenstrahlung gegen Gegner. Nach der Wende erschien jedenfalls ein Zeitungsbericht in Dresden (9.3.1992) mit dem Titel: Teuflischste Stasi-Waffe: Mikrowellen (Auszüge):

"Das Projekt war streng geheim - und teuflischer als alles, was bisher über die Stasi bekannt wurde: ‚In Dresden wurden Mikrowellen-Waffen gebaut, mit denen Gegner unbemerkt ausgeschaltet werden konnten. ’ Das enthüllten jetzt mehrere hochkarätige Ingenieure gegenüber Bild... Ein Ingenieur, der nach der Wende auspacken wollte, wurde ermordet... Wie können Mikrowellen als Waffe eingesetzt werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich seit 1960 Wissenschaftler im Dresdner ‚Zentrum für Forschung und Technik’ und ‚Zentrum für Mikroelektronik’. Anfang der 70er Jahre war’s so weit 500 Mann wurden eingestellt... ‚Alle Mitarbeiter waren zu strengstem Schweigen verpflichtet... Im Oktober 89 wurde das Projekt gestoppt, alle Bauanleitungen und Geräte verschwanden’. (Eines Ingenieurs) Befürchtung: ‚Irgendwo gibt es sie noch’ “. (Michael Westerholz, Bild-Zeitung Dresden, 9.3.1992: Teuflischste Stasi-Waffe: Mikrowellen

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1976 wurde bekannt, dass die amerikanische Botschaft in Moskau seit etwa 15 Jahren mit Mikrowellen bestrahlt wurde. Die Sowjetunion hatte ein umfangreiches Programm zur Entwicklung von Mikrowellen-Waffen aufgelegt. Als sich die Sowjetunion "auflöste" wurden zahlreiche Mikrowellen-Waffen und relevante Kenntnisse auch in den Westen verkauft.